Vor über einem halben Jahrhundert - im Jahre 1956 - hat Reinhold Zwerger den Heiligen Berg betreten. Nicht als Tourist, kaum als Pilger, sondern fast immer mit bestimmten Vorsätzen war er oft ein ganzes Monat am Athos unterwegs. Er dokumentierte unter schwierigen Bedingungen in zeitraubender Arbeit die Grundrisse der Athosklöster. Er malte und zeichnete. Er gab in Klöstern Unterricht in der Technik des Linolschnitts und des Handdrucks. In einigen Klöstern druckte er mit selbstgeschnittenen Platten Kleinauflagen und stellte diesen den Klöstern zur Verfügung.

Zwei Tätigkeiten waren für Reinhold Zwerger besonders wichtig und machten ihn bekannt:

Das ist die in 15-jähriger Arbeit entstandene Athoskarte 1:50.000 mit 25 Meter Höhenschichten - das erste Mal 1982 erschienen - und seine langjährigen Bemühungen, einige der bis zu tausend Jahre alte Fußwege - wahre Traumwege - zu retten.

Reinhold Zwerger hat, soweit es seine Zeit zuließ, Tagebücher geschrieben. Das vorliegende Buch "Wege am ATHOS" entstand aus diesen Tagebüchern und Erinnerungen.

Der ATHOS war im Jahr 1956 ein Ort, der sich seit dem Mittelalter wenig verändert hatte. Aus persönlichen Erfahrungen und präzisen Beobachtungen schrieb Reinhold Zwerger in ständiger Bemühung zur Objektivität über seine Erlebnisse und die Veränderungen am Heiligen Berg von 1956 bis 2005.

"Wege am ATHOS" ist ein anderes Buch als die herkömmliche Athosliteratur. Es knüpft an die Klassiker des 19. Jahrhunderts an, wie "Europa zwischen Rom und Byzanz" von Jakob Philipp Fallmerayer und "Reise durch Rumelien und nach Brussa im Jahre 1839" von August Heinrich Rudolph Grisebach.


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